Massiver Ärger durch gekaufte oder gemietete E-Mail-Adressen

Erfolgreiches E-Mail-Marketing nur mit Zustimmung der Empfänger

Deutsche Adress-Broker bieten mittlerweile auch segmentierte, also z.B. nach Geschlecht, Alter und Einkommen sortierte E-Mail-Adressen an. Vor der Verwendung dieser gekauften oder gemieteten Adressen für Marketing-Aktionen warnt nun E-Mail-Marketing-Spezialist Klaus Arnhold aus Hamburg. Mit ihnen können sich ahnungslose Kunden massiven Ärger einhandeln.

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Klaus Arnhold
Klaus Arnhold
Laut Klaus Arnhold wurde bei Testanfragen festgestellt, dass verschiedene deutsche Adress-Broker mittlerweile segmentierte E-Mail-Adressen uninformierten Kunden zum Verkauf oder zur Miete anbieten.

"Die Grundlage für erfolgreiches E-Mail-Marketing ist, dass der Empfänger vorher seine Zustimmung für die Zusendung gegeben hat", meint Arnhold. "Solche gekauften oder gemieteten Adresslisten sind nichts anderes als hundertprozentige Spam-Listen."

Deshalb müsse davon ausgegangen werden, dass die Adressaten in einer solchen Adress-Liste niemals zugestimmt haben, vom Erwerber der Adress-Liste Marketing-Mails zu erhalten.

Die Folge des Versands an eine solche Adress-Liste ist nicht nur, dass der Versender sich als so genannter Spammer äußerst unbeliebt macht. Es muss auch mit wettbewerbsrechtlichen Konsequenzen wie z.B. Abmahnungen wegen Zusendung unverlangter E-Mails gerechnet werden. In Österreich ist die Zusendung unverlangter E-Mails mittlerweile sogar ein Straftatbestand. Auch die EU plane, derartige unverlangte Zusendungen generell zu verbieten.

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