BMWi-Konferenz zu Fragen der Softwarepatentierung

Gegnerschaft zu Softwarepatenten formiert sich

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat am 18.05.2000 vor dem Hintergrund der Initiative "Partnerschaft Sichere Internet-Wirtschaft" Softwarehersteller zu einer Konferenz über die wirtschaftspolitischen Aspekte der Softwarepatentierung eingeladen.

Anzeige

An der Veranstaltung nahmen Vertreter der Fachverbände aus der Informationstechnologie sowie Hersteller von Software, insbesondere solche, die Open-Source-Software entwickeln, teil. Ebenfalls vertreten waren Experten aus Wissenschaft, Ministerien und des Deutschen und Europäischen Patentamtes.

Wohl noch besonders beeinflusst oder beeindruckt von den Störungen durch virenverseuchte E-Mails wurden die Vorteile von Open-Source-Software wegen ihrer Überprüfbarkeit als ein wichtiges Element einer sicheren Informationstechnologie hervorgehoben.

In der von Bundeswirtschaftsminister Müller am 15.5.2000 mit Verbänden und Wirtschaft initiierten "Partnerschaft Sichere Internet-Wirtschaft" wird vor dem Hintergrund einer weltweiten Dominanz von einzelnen Softwareprogrammen (sic!) eine verstärkte Hinwendung zu Open-Source-Software gefördert.

Softwareentwickler, Unternehmen, der Linux-Verband e.V. und der Förderverein für eine freie informationelle Infrastruktur FFII e.V. unterstrichen mögliche Probleme für eine Fortentwicklung von Open-Source-Software aufgrund der gegenwärtigen Patentrechtslage und -praxis und eventuell zu erwartender Änderungen in Deutschland und Europa. Dabei wurden insbesondere folgende Themenkomplexe erörtert:

  • Ist das gegenwärtige Patentrecht auch die adäquate Antwort auf die Herausforderungen der neuen Internet-Ökonomie?
  • Wird der beginnende kommerzielle Erfolg von Open-Source-Software gebremst durch den strategischen Einsatz von Softwarepatenten?
  • Muss Software als "Grundstruktur" der neuen globalen Wissensgesellschaften als Allgemeingut - und damit nicht monopolisierbar - verstanden werden?
Aus Sicht der freien Software-Entwickler wäre eine mit der Situation in den USA vergleichbare Rechtsentwicklung abzulehnen. Sie fordern, dass insbesondere solche Bestandteile von Software, die Schnittstellen darstellen, nicht patentierbar sein dürfen, weil sonst die innovative und damit auch sicherheitsrelevante Fortentwicklung behindert würde.

Insbesondere vor dem Hintergrund der von der EU-Kommission angekündigten Richtlinie zur Software-Patentierung und der noch für dieses Jahr geplanten Revision des Europäischen Patentübereinkommens wird die Bundesregierung den Dialog mit den interessierten Kreisen fortsetzen.




Anzeige
  1. Business- / Service-Analyst (m/w)
    ADAC e. V., München
  2. Testspezialist (m/w)
    PENTASYS AG, München und Frankfurt
  3. Senior Software-Entwickler .NET (m/w)
    IDpendant GmbH, Unterschleißheim bei München (Reisebereitschaft)
  4. IT-Support-Mitarbeiter/in
    Clifford Chance, Frankfurt am Main

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       

Meistgelesen
  1. Tablet-Nachfolger

    iPad-3-Teile aufgetaucht

  2. Tim Schafer

    40.000 US-Dollar für einen Konsolenpatch

  3. Gema-Vermerk

    Youtube sperrt irrtümlich Acta-Video von Bruno Kramm

  4. ProLiant Gen8

    HP macht Server unabhängig

  5. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 270 | letzter Beitrag 13.02. 23:28

  2. Kommentare: 200 | letzter Beitrag 14.02. 22:07

  3. Kommentare: 194 | letzter Beitrag 14.02. 13:50

  4. Kommentare: 117 | letzter Beitrag 14.02. 12:39

  5. Kommentare: 100 | letzter Beitrag 14.02. 18:09

Mehr


  1. Youporn-Betreiber

    Hacker will 350.000 Datensätze bei Pornoseite erbeutet haben

  2. TZ77XE4

    Biostar zeigt Mainboard für Ivy Bridge und Sandy Bridge

  3. Unity Technologies

    Bessere Grafik und KI mit Unity 3.5 verfügbar

  4. Fifa Street

    Last Man Standing auf dem Bolzplatz

  5. Isis Web Browser

    Neuer Browser für HPs WebOS

  6. Nortel Networks

    Nortel war fast zehn Jahre lang gehackt

  7. Thermosensor

    Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

  8. Deutsche Gamestage

    Call for Papers der Quo Vadis verlängert

  9. Vodafone

    LTE auf dem Smartphone kostet monatlich 10 Euro mehr

  10. Abmahnabzocke

    Maximal 100 Euro Abmahngebühr für Urheberrechtsverstöße



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Eye-Tracking: Bewegungsabhängige Bildschirmoberfläche von Apple
Eye-Tracking
Bewegungsabhängige Bildschirmoberfläche von Apple

Apple hat in den USA einen Patentantrag eingereicht, der eine Benutzeroberfläche beschreibt, die sich der Position des Nutzers vor dem Bildschirm anpassen kann. Die Frontkamera erfasst den Blick des Anwenders und ändert zum Beispiel den Schattenwurf der Icons.

  1. Nicht-Abwerbe-Pakt Google hat mit Apple und Intel gemauschelt
  2. John Browett Apple will mit neuem Chef seine Ladenkette ausweiten
  3. Airport Utility 6 Apple reduziert Funktionsumfang seiner Routersoftware

Test PS Vita: Ausstattungswunder mit Speicherproblem
Test PS Vita
Ausstattungswunder mit Speicherproblem

Zwei Analogsticks und starke Grafik, Berührungs- und Bewegungssteuerung, UMTS und Bluetooth: Sony Computer Entertainment packt in den Nachfolger der Playstation Portable so gut wie alles, was irgendwie Sinn ergibt - nur Speicher etwa für Savegames fehlt der PS Vita von Haus aus.

  1. Playstation Network Umbenennung der Konten und neue Firmware

Bing, Blekko, Duck Duck Go: Googeln ohne Google?
Bing, Blekko, Duck Duck Go
Googeln ohne Google?

Die überarbeitete Version der Google-Suche "Search, plus Your World" hat heftige Debatten ausgelöst. Vor allem der Datenschutz steht mal wieder im Vordergrund der Kritik. "Geht es eigentlich auch ohne Google?", fragen sich daher viele Nutzer. Der Blogger Marcel Weiß hat es 18 Monate lang getestet.

  1. "Focus on the User" Facebook und Twitter zeigen Google, wie soziale Suche geht
  2. Neuer Algorithmus Google straft Seiten mit zu viel Werbung ab
  3. Theseus-Projekt Quote soll die erste Zitate-Suchmaschine Deutschlands werden

Zum Artikel