Brandneu: KDE Desktop 2 Beta für Linux

Preview des neuen Advanced Linux Desktop verfügbar

Das KDE-Team gab gestern mit der Veröffentlichung von KDE 1.90 - Codename "Konfucious" - eine auch für die breite Öffentlichkeit gedachte Preview-Version des KDE-Desktops der nächsten Generation frei. "Konfucious" basiert dabei auf den Qt-2.1-Bibliotheken und enthält neben den Kernbestandteilen des Desktops auch die KOffice-Suite sowie einige weitere KDE-Pakete.

Anzeige

"Mit KDE 2.0 wird es Linux erstmals mit anderen Consumer-Desktops aufnehmen können", verspricht Waldo Bastian, einer der Kernentwickler der KDE. "Dieses Release ist eine großartige Möglichkeit für Entwickler, sich auf das Release der KDE 2.0 vorzubereiten sowie für User, um einen Eindruck einer der am meisten ersehnten Open-Source-Releases zu bekommen", fügt Kurt Granroth, ebenfalls ein Kernentwickler und Evangelist des KDE-Teams, hinzu.

Die KDE 1.90, auch KDE 2 Beta genannt, soll eine stabile API bieten und damit eine verlässliche Umgebung für Entwickler darstellen.

Konfucious bietet im Vergleich zur KDE-1.x-Serie eine Reihe technologischer Neuerungen. Dazu zählen unter anderem das Desktop Communication Protocol (DCOP), die I/O Bibliothek (KIO), das Component Object Model (KParts), eine XML-basierte GUI-Klasse und die HTML-Rendering-Engine KHTML.

Hier eine Beschreibung der einzelnen Neuerungen:

  • Bei DCOP handelt es sich um ein Client-to-Client-Kommunikationsprotokoll, das über einen Server verwaltet wird. Es unterstützt Message-Passing und Remote-Procedure-Calls, womit eine Kommunikation zwischen verschiedenen laufenden KDE-Applikationen möglich wird.
  • KIO implementiert eine Reihe von I/O-Funktionen für den transparenten Netzwerkzugriff auf HTTP, FTP, Gopher, POP, IMAP, NFS, SMB, LDAP und lokale Dateien. Das modulare und erweiterbare Design soll es darüber hinaus Entwicklern ermöglichen, neue Protokolle zu implementieren und diese allen KDE-Applikationen zur Verfügung zu stellen.
  • Das KDE Component-Object-Model KParts erlaubt es Prozessen, andere Prozesse zu integrieren und ablaufen zu lassen. Die Technik übernimmt dabei die Einbettung, das heißt die Positionierung von Toolbars und das Einfügen von Menüs, je nachdem ob die Komponente aktiviert oder deaktiviert ist.
  • Mittels des XML-GUIs lässt sich das Aussehen des Desktops einfach per Style-Sheet ändern, ohne das System neu kompilieren oder booten zu müssen.
  • KHTML ist eine HTML-4.0-kompatible Rendering- und Drawing-Engine, die unter anderem JavaScript, Java, HTML 4.0, CSS-2, SSL und Netscape Communicator Plugins, z.B. Flash und RealAudio unterstützt. Die Klasse lässt sich dabei auf einfache Art und Weise in andere Anwendungen einbinden und stellt die entsprechenden Browserfunktionen zur Verfügung.
Außerdem bringt Konfucious mit der KOffice-Suite eine umfangreiche Sammlung von Office-Applikationen mit. Dazu gehört die Tabellenkalkulation KSpread, das Vektor-Zeichenprogramm KIllustrator, das Bitmap-Zeichenprogramm KImageShop, die Textverarbeitung KWord, eine Chart- und Diagramm-Applikation namens KChart, den Formulareditor KFormula und einen einfachen Image-Viewer namens KImage. Die verwendeten Dateiformate basieren auf XML.

Außerdem steht mit Konqueror ein wettbewerbsfähiger Dateimanager, Browser und Document Viewer für KDE 2.0 bereit.

Konfucious steht im Quelltext oder als Binaries auf den Seiten des KDE-Teams zum Download zur Verfügung.




Anzeige

  1. Entwickler (m/w) SAP WM / LES (Warehouse Management)
    PAUL HARTMANN AG, Heidenheim
  2. Senior BI Solutions Architekt (m/w)
    SolarWorld AG, Bonn
  3. Softwareentwickler (m/w)
    SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal
  4. Release- und Projekt-Manager mobile - international (m/w)
    PAYBACK GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       

  1. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  2. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  3. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  4. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  5. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  6. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  7. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  8. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  9. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  10. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Cortana im Test: Gebt Windows Phone eine Stimme
Cortana im Test
Gebt Windows Phone eine Stimme

Mit Windows Phone 8.1 bringt Microsoft nicht nur lange vermisste Funktionen wie die zentrale Benachrichtigungsübersicht auf das Smartphone, sondern auch die Sprachassistentin Cortana. Diese kann den Alltag tatsächlich erleichtern - und singen.

  1. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  2. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone
  3. Microsoft Internet Explorer 11 für Windows Phone

Wolfenstein The New Order: "Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"
Wolfenstein The New Order
"Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"

B. J. Blazkowicz muss demnächst wieder die Welt retten - in einem Wolfenstein aus Schweden. Im Interview hat Golem.de mit Andreas Öjerfors, dem Senior Gameplay Designer, über verbotene Inhalte, die KI und Filmvorbilder von The New Order gesprochen.

  1. The New Order Wolfenstein erscheint ohne inhaltliche Schnitte
  2. Wolfenstein angespielt Agent Blazkowicz in historischer Mission
  3. Bethesda Zugang zur Doom-Beta führt über Wolfenstein

    •  / 
    Zum Artikel